Mieczysław Karłowicz - Bianca da Molena Op. 6 symphonischer Prolog zum Drama „Weiße Taube“ von J. Nowiński
Karłowicz ist einer der wichtigsten Komponisten in der Geschichte der polnischen Musik und auch der Namensgeber der Philharmonie in Szczecin. Zwischen 1895 und 1901 studierte er in Berlin, und eines der Werke, das während seiner Studienzeit entstand, ist Bianca de Molena.
Das Musikstück wurde von einem Drama inspiriert, das Karłowiczs Freund Józefat Nowiński geschrieben hatte. Wir haben dieses schöne Werk nicht nur wegen seiner musikalischen Qualitäten ausgewählt, die der Komponist selbst als „weit entfernt von der altmodischen Schule der Instrumentation“ bezeichnete, sondern auch wegen der Tatsache, dass es ein Werk aus der Jugendzeit von Karłowicz ist, der zum Zeitpunkt der Entstehung des Musikstücks erst 24 Jahre alt war. Die Jugend ist also die Verbindung zwischen dem Komponisten, seinem Werk und den Teilnehmenden des diesjährigen Projektes International Lutosławski Youth Orchestra
Witold Lutosławski – Konzert für Cello und Orchester
Das Cellokonzert, das dank der Inspiration von Mstislaw Rostropowitsch entstand, ist das erste Solokonzert im Schaffen von Witold Lutosławski, dem Schirmherrn unseres Jugendorchesters.
Wie bei der Sinfonie Nr. 2 (1966-67) ist die Form des Werks völlig unabhängig von klassischen Vorbildern, aber gleichzeitig ist es ein typisches Instrumentalkonzert, in dem weder das Orchester noch das Soloinstrument über das andere dominieren, sondern miteinander wetteifern, ganz im Sinne des Wortes „concertare“.

Das Konzert besteht aus vier Sätzen und beginnt mit einem Solopart des Cellos, das dann in einen Dialog mit dem Orchester tritt. Das Musikstück wurde von der Royal Philharmonic Society und der Stiftung Calouste Gulbenkian in Auftrag gegeben und Mstislaw Rostropowitsch gewidmet. Es wurde am 14. Oktober 1970 in London vom Bournemouth Symphony Orchestra unter der Leitung von Edward Downes uraufgeführt.

Bei der Aufführung dieses Musikstücks wird das International Lutosławski Youth Orchestra von dem herausragenden jungen Solisten Marcin Zdunik begleitet.
Béla Bartók - Konzert für Orchester f-Moll, Sz. 116, BB 123
Das Konzert für Orchester ist eines der berühmtesten Werke von Béla Bartók. Es wurde in der späten Schaffensperiode des großen ungarischen Komponisten geschrieben. Uraufgeführt am 1. Dezember 1944 durch das Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von S. Kussewizki, gewann fast sofort die Herzen des Publikums.
Der Erfolg des Werks änderte jedoch nichts am Leben des Komponisten selbst, der nur ein Jahr nach der Uraufführung des Werks vergessen im Elend starb. Musikalisch ist das Werk eine Brücke zwischen zwei Epochen: der traditionsreichen ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Avantgarde der Nachkriegszeit.

Auch die für den Komponisten so charakteristischen Volksmelodien, sowohl ungarische, rumänische als auch tschechische, dürfen hier nicht fehlen. Bartók schöpft auch aus dem musikalischen Erbe Amerikas sowie aus den impressionistischen Werken von Debussy und den expressionistischen Kompositionen von Schönberg. Wie es sich für ein Konzert gehört, werden die Instrumente hier als Solisten eingesetzt, obwohl das Werk eigentlich eine fünfsätzige Sinfonie ist.

Interessanterweise hat Bartók im vierten Satz eine Parodie auf Dmitri Schostakowitschs Leningrader Sinfonie Nr. 7 eingebaut. Wie Schönberg und Strawinsky hatte auch er nicht die beste Meinung über das Werk. Ironischerweise wurde genau dieser Scherz mit Schostakowitsch zum bekanntesten Thema des Werks. Das Konzert für Orchester von Bartók wurde zu einem der größten philharmonischen Erfolge des zwanzigsten Jahrhunderts.
 
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